Monatsrückblick März und April 2026 – Erfahrungen, Erfolge, Erkenntnisse

Was ich über meine Selbstständigkeit gelernt habe: Balance zu halten ist maßgeblich wichtig, um langfristig große Projekte umzusetzen.

Im März habe ich den zweiten Teil meines historischen Romans fertiggeschrieben, eine Zwangspause eingelegen müssen und verstanden, dass Pause nicht heißt, die Dinge zu tun, die liegengeblieben sind, sondern eben Pause! Wunderbare Yoga Nidra Sessions gegeben und einmal mehr die Erfahrung gemacht, wie tägliche Schreib- und Meditationspraxis nicht nur mich retten, sondern auch Mehrwert für andere bieten.

Schreiben, schreiben, schreiben

Der März stand ganz im Zeichen meines Romans. Ich habe die erste Fassung meines Romans fertiggeschrieben. Schon zum Jahresende war klar, dass ich hierfür bewusst Zeit blocken muss und die klare Priorität auf die Fertigstellung setzen werde. Das ist nicht immer machbar und einfach, aber es ist gelungen. 280 Seiten sind insgesamt entstanden und ruhen seit Ende März. Mindestens vier Wochen darf der Text ruhen und reifen. Und nein: Ich habe im März nicht 280 Seiten geschrieben – aber sehr viel. Ungefähr die Hälfte ist vorher schon entstanden.

Da das Ende des Romans ganz in der Nähe spielt, habe ich einen Ausflug nach Heppenheim gemacht – dort befand sich ein Kriegslazarett – zunächst der Deutschen, dann der Amerikaner. Das Gebäude steht noch – ist nun zu Wohnungen umfunktioniert worden und war vor seiner Lazarettzeit ein psychiatrisches Landeskrankenhaus, das Ende des 19. Jahrhunderst erbaut wurde. Das Gebäude zu sehen – es war nur von außen möglich – war schon eindrucksvoll – die Kombination „psychiatrische Klinik“ und Ende des 19. Jahrhunderst finde ich schon allein sehr gruselig.

Ich liebe es, an die Schauplätze meiner Romane zu reisen, Wege abzulaufen, die sie gegangen sind und Ausblicke zu haben, die sie gesehen haben. Heppenheim liegt an der Bergstraße und schmiegt sich an die beginnenden Hügel des Odenwalds- inklusive Starkenburg, von der man einen schönen Blick in die Rheinebene hat.

Monatsrückblick April 26
Starkenburg – Heppenheim an der Bergstraße

Schreiben für die Zeitung

Als Reporterin bin ich im Odenwald unterwegs – viele Ecken kenne ich schon, da ich hier größtenteils aufgewachsen bin. Dennoch genieße ich es sehr, immer wieder Neues zu entdecken und darüber zu berichten. Die Arbeit für die Zeitung ist für mich neben meiner Familie, ein super Gegengewicht zu meiner doch sehr einsamen Schreibarbeit. Im März habe ich mich größtenteils mit großem Genuß dem partiellen Einsamsein hingegeben: Morgens früh im Wald laufend, dann am Schreibtisch für ein paar Stunden.

Geburtstage/Familie

Im März haben gleich zwei unserer Söhne Geburtstag: Der Älteste und der Jüngste. Und das noch am selben Tag. Auf die Frage, wie wir das hinbekommen haben, zucke ich nur mit den Achseln. Fast alle Geschwister konnten anreisen und das Haus war entsprechend voll. Ich genieße diese Tage. Haupttreffpunkt ist oftmals, wie in Studentenzeiten, die Küche und es ist schön zu sehen, wie verbunden unsere Kinder untereinander sind und wie sehr unsere Enkeltochter sich in der Großfamilie wohlfühlt. „Ihr habt uns ganz gut für das WG-Leben vorbereitet – meinte ein Sohn, als er gerade ausgezogen war zum Studieren. Mh – mit er Arbeitsteilung klappt es immerhin schon besser.

April und Touch – Down

Das letzte Jahr bin ich ziemlich in die Vollen gegangen – habe drei Projekte parallel gestemmt – neben dem „normalen“ Alltag: Familie, Haus und Hof, Rennovierung.

In meinem Kopf habe ich fröhlich geplant, dass nun, da mein Roman fertig ist und erst einmal ruht, bis es an die Überarbeitung geht, mich wieder verstärkt um mein neu aufgebautes Coaching Business kümmere, Kurse bewerbe, Portfolios schreibe – das habe ich alles begonnen, bis es mich aus der Bahn gehauen hat. Ein Hörsturz war der definitive Wink mit dem Zaunpfahl, daneben noch diverse andere kleinere Malässen, um endlich, endlich einmal Ruhe zu geben. Ich machte mehrere Wochen bewusst langsam – alles. Weniger, sagte viel ab und meditierte, spazierte viel durch den Wald – schluckte brav Cortison und kapierte, dass auch ich Pausen machen muss. Meine seit Jahren etablierte Meditationspraxis half mir da sehr. Dennoch war es anfangs ganz schön schwer, mich zum Ausruhen zu zwingen. Und das musste ich wirklich.

Ich habe einiges gelernt: Unter anderem, dass man auch, wenn man Dinge tut, die man gerne macht, ausbrennen kann. Und dass es gar nicht notwendig ist, ständig zu rennen.

Mein Gehör ist wieder gut, ich fühle mich wieder okay und versuche achtsamer mit mir selbst zu sein.

Ein paar Tage im noch sehr winterlichen Lechtal waren sehr erholsam: Reizarm, kaum Menschen, Natur. Dort wanderte ich mit meinem Mann und schöpfte Kraft und Ruhe für all das, was kommen wird.

Die letzten beiden Apriltage wird wieder gefeiert: Unser einer Sohn wird 20 und unsere Tochter 25. Volles Haus bei schönstem Frühlingswetter – und noch einiges vorzubereiten für mich.

Ausblick auf den Mai

  • Starten der Überarbeitung
  • Kursvorbereitung Heldenreise im Sommer
  • Schreiben, Wandern und Zeit mit meiner Schwester in der Schweiz verbringen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren werde ich länger als ein paar Tage von zu Hause weg sein. Mein Mann und unser jüngster Sohn haben sturmfrei – Männer WG. Ich bin gespannt, wie sich das anfühlt und freue mich darauf.

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