Monatsrückblick Februar 2026

Der Februar war geprägt von Schreiben. Völlig im Schreibflow tauche ich, wann immer möglich, in meinen neuen Roman ein und wie immer passiert es, dass die Figuren und die Geschichte Eigendynamik entwickeln, neue Aspekte zeigen und mich nicht selten überraschen und manchmal sogar zum Lachen bringen. Mehr als zwei Stunden täglich kann ich leider nicht investieren – das übrige Leben stellt ja auch noch seine Herausforderungen, die ich aber allermeistens gerne annehme, da sie mich zum einen aus der Schreibisolation herausholen und mich zum anderen erden.

Schreibchallenge und Erfahrungen mit dem freien Schreiben

Bis Mitte Februar schickte ich täglich einen bis zwei Schreibimpulse an die Teilnehmerinnen der Schreibchallenge. Ein begonnener Satz – entweder von mir, aus meinem Roman „Jenseits der Wälder“ oder ein anderer Abschnitt aus einem Roman, Buch oder Kurzgeschichte plus oftmals einen Schreibimpuls zur Selbstreflexion. Sonntags gab es Online-Treffen per Zoom. Zu Beginn stand immer entweder eine kurze Meditation, eine somatische Übung oder eine geführte Fantasiereise, auf die dann ein Schreibimpuls folgte. Die Übungen dienen dazu, bewusst im Raum anzukommen und sich zu entspannen. So wird das Nervensystem reguliert, Ruhe stellt sich ein und es schreibt sich leichter intuitiv. Nach dem gemeinsamen Schreiben durften Texte, die über die Woche entstanden waren, vorgelesen werden und Feedback gegeben. Hierbei darf ausschließlich positiv über den Text rückgemeldet werden und über die Wirkung der Zuhörenden – bzw. eigene Assoziationen, die beim Hören entstanden sind, gesprochen werden. Kein Urteil, keine Wertung.

Die Erfahrung der Teilnehmerinnen war sehr positiv und besonders der meditative Einstieg half, sich ganz in die eigene Kreativität zu entspannen – ohne Angst vor Wertung – und zu staunen, welch kreatives Potenzial offenbar wird, wenn es nur frei, ohne nachzudenken, aufs Papier fließen darf. Das freute mich natürlich sehr.

Meditationspraxis- und Bewegung täglich und was es macht – neue Formate für mein Business

Hätte mir vor ein paar Jahren jemand gesagt, dass ich meditieren würde – ich hätte herzhaft gelacht: Große Familie, viele Kinder, dazwischen Autorin und Journalistin. Immerhin konnte ich sagen: Ich tue das, was ich kann und gerne mache und um mir meinen Traum zu schreiben zu ermöglichen, waren nun einmal Opfer nötig. Ich schrieb also in jeder kurzen Pause, immer und überall. Ja, mit Erfolg, doch auch mit dem Ergebnis, dass ich mich total erschöpfte, mir ging es dreckig und noch dreckiger, als ich mir dann immer wieder sagte, dass ich doch eigentlich zufrieden sein könnte. Dann fing ich an, mich mit Meditation zu beschäftigen. Meine Yoga – und Sportpraxis umzudenken. Mich mit verschiedenen Lehren zu beschäftigen, allen voran der tantrische Buddhismus. Ich besuchte und lernte tibetisches Heilyoga und tauchte in die Praxis des Tummo – des Feueratems ein. Beides erlernte ich bei Tulku Lobsang.

Dies werde ich in meinen Angeboten mit dem intuitiven Schreiben verschmelzen und Kurse und Beratungen anbieten, die Meditation und Yogatechniken im Vordergrund haben.

Weiterer Schwerpunkt wird das „Waldcoaching“ werden, um zu lernen, die Heilkraft der Natur zu entdecken und für sich zu nutzen. Seit meiner Kindheit bin ich viel draußen unterwegs – seit über 20 Jahren laufe ich, bin begeisterte Bergwanderin. Doch egal in welchem Tempo – draußen in der Natur ordnen sich die kreisende Gedanken, das Nervensystem fährt runter und – ganz ehrlich – draußen ist eben „normal“. Büro und Stadt stundenlang eigentlich artfremd.

Schilf, dahinter See, Abendstimmung
See bei Karlsruhe

Mitten drin im New York der 1940-er Jahre – im Schreibflow meines neuen Romans

Der erste Teil meines Romans, der hier in Deutschland, am Rand des Odenwalds spielt, ist schon seit geraumer Zeit fertig. Nun sitze ich aktuell im Sog des zweiten Teils, der nach der abenteuerlichen Auswanderung meiner Hauptfigur Anna (die meine Großtante war) in die USA. Die letzten Monate waren gefüllt mit Figurenarbeit, Recherche und plotten, nun bin ich mitten drin im Schreiben. Und wie immer staune ich über die Aufregung, die mich erfasst, die Freude und die Lebendigkeit der Geschichte und der Figuren, die ein Eigenleben entwickeln, plötzlich neue Aspekte zeigen. Viele Szenenentwürfe sind im letzten Jahr entstanden, immer im freien, intuitiven Schreiben – dann kam das Ordnen, das Recherchieren, das fragen nach dem großen Ganzen: Was erzählt mein Roman? Worum geht´s eigentlich? Und jetzt, nach all dem Planen und Nachdenken, bin ich im Schreiben – wann immer es geht. Mindestens 1h am Tag. Demnächst plane ich sogenanntes Schreibasyl – dieser Begriff ist entstanden, als ich bei meinen vorangegangen Büchern hier noch ein viel volleres Haus – und alle Kinder noch zu Hause lebten – und ich Zuflucht fand bei meiner Schwester oder einer guten Freundin. Raus aus dem Alltagsgefüge und ein paar Tage konzentriertes Schreiben. Mal sehen, ob das noch klappt bis zum Ende des Monats – da habe ich das hehre Ziel, die erste Fassung fertig zu haben.

Was im Februar sonst noch los war: Urlaub im Schnee und Vorbereitung von „Fatma“ zur Veröffentlichung

Nein, kein Skifahren – obwohl ich darauf einmal wieder große Lust hätte. In der Schweiz geboren, konnte ich kaum laufen und stand schon auf den Skiern. Aber wir besuchten Familie im Emmental und hatten auch dort Schnee. Seit vielen Jahren besuchen wir dort das „Althüsli“, ein 1678 gebautes Bauernhaus, das eine große Ferienwohnung bietet und eine konfortabel ausgebaute Scheune – in der viele Leute Platz finden, Tischtennis gespielt werden kann und in großer Runde gegessen werden kann. Die Schweiz ist nicht so weit von Heidelberg entfernt, dennoch können wir uns alle nicht allzu oft sehen. Um so schöner war es, dass auch unsere erwachsenen Kinder kommen konnten und die nächste Generation: Auch mein Neffe und seine Freundin haben nun schon Kinder, die gleichalt sind, wie unsere Enkeltochter, die auch da war.

Diverse Zeitungseinsätze machen mir großen Spaß, da sie mich aus aus meinem Eremitenschreibdasein rauszwingen. Doch ich genieße auch die Einsiedlertage, an denen ich nur am Schreibtisch sitze und im Wald laufen gehe. 🙂 Es gibt spannende Einsätze und weniger spannende. Aber auch hier hab ich oftmals festgestellt, dass vermeintlich langweilige Dinge, plötzlich interessanter werden, weil ich mehr darüber erfahre.

Eins meiner ersten Manuskripte wird nun veröffentlicht. Ich bereite es im April fertig vor. Hier kannst Du das erste Kapitel bereits lesen.

Viele Dinge haben Raum gebraucht im Februar und einmal mehr, musste ich mich zusammenreißen und bewusst entscheiden, was gerade Vorrang hat, Balance zu finden, um nicht auszubrennen und immer wieder Pausen zum Durchatmen machen.

Was ich im Februar 2026 gebloggt habe

Was ist „Embodied Writing“ ist und was nicht. Embodied Writing ist Bewusstseinsarbeit. Eine wirksame Methode, um Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen, es ist kein Schreibkurs im herkömmlichen Sinne, sondern ein „Zuganglegen“ zu deiner inneren kreativen Quelle – und ja, sie ist in jedem von uns.

Ausblick auf den März 2026

  • Das Vollenden der ersten Fassung meines Romans – ich bin total im Sog des Schreibens , aufgeregt und freue mich.
  • Geburtstag zweier Söhne – ich habe vier und eine Tochter. Der jüngste und der älteste haben am selben Tag Geburtstag.
  • Die erste Fassung darf ruhen und reifen. Derweil kümmere ich mich um die fertige Ausarbeitung meiner Sommerangebote und starte die Bewerbung.
  • Ein professionelles Fotoshooting.
  • Spontane Reisen in die Schweiz, um meine Schwester zu besuchen.

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