Monatsrückblick Juli 2026

Juli war ein intensiver und rundum schöner Monat. Einzig auf die extreme Hitze hätte ich verzichten können. Schreiben – mein neuester Roman nimmt immer mehr Formen an. In meinen Kursen durfte ich mit meinen Teilnehmenden schreiben und staunen. die Benefits von sanfter bewusster Körperarbeit sowohl erfahren, als auch weitergeben. Viel Draußensein – ein Fotoshooting und viele inspirierende Erlebnisse, inklusive mein traumhaft schönes Solowandern in den Alpen.

Fototermin mit Eva Kircher

Das letzte Fotoshooting ist eine Weile her und ich hatte den Fokus auf mein Autorinnendasein und das Laufen gelegt. Die Themen sind zwar noch immer aktuell, doch mein neu entstandendes Business Coaching „Embodied Writing“ ist hinzugekommen und das wollte ich nun mit aktuellen Bildern wiederspiegeln. Aufregende Sache, kann ich nur sagen. Meine größte Sorge war, dass ich verspannt und nicht natürlich rüberkomme. Vor der Kamera zu stehen ist nicht unbedingt mein Ding. Noch dazu, mich mit all meinen Facetten zu zeigen, so dass es klar rüberkommt.

Die erste Herausforderung war: Was zieh ich an? Ich hab üblicherweise keinen Nerv stundenlang Outfits zu testen, greife oftmals zu bewährten Kleidern, in denen ich mich in der jeweiligen Tagesfassung wohlfühle – wenn ich nicht gerade irgendwie rumlaufe, da ich nur am Schreibtisch sitze, bzw. im Wald laufen gehe. Natürlich brainstormte ich verschiedene Kombinationen mit der Frage, was ich „rüberbringen“ möchte. Glücklicherweise hatte ich zwei sehr gute Beraterinnen: Meine Tochter Livia und meine Schwester Felicitas – ein paar Whatsapps mit Fotos gingen hin und her und nach kurzer Zeit war ich bestärkt in meiner Auswahl, die ich getroffen hatte. Es sollte nicht steif und 0815 Business Tussy mit Blazer aussehen, aber eben auch eine gewisse Souveränität und Klarheit ausdrücken.

Bei letzten Friseurtermin bei meiner langjähringen Friseuerin und Freundin Inci Fleischer erwähnte ich den Fototermin und Inci bestellte mich kurzerhand zu sich ein am Tag des Fotoshootings (obwohl Montag und früh). Da wir im gleichen Stadtteil wohnen, war das kein Problem und ich konnte mit nicht verbuschten Haaren zu meinem Fototermin fahren. „Bloss nicht mit den Fingern die Haare zurückstreichen! Wenn Du Dich nachher fertigmachst: Kein Haargummi, nimm einen Haarreifen. Den machst du aber sofort wieder raus, wenn du fertig bist“, gab sie mir auf den Weg mit.

Gemeinsam mit der jungen Fotografin Eva Kircher, machte ich mich auf den Weg ins Studio. Industrial Style auf dem ehemaligen Kasernengelände „Patrick-Henry-Village“. Irgendwelche Leute bauten um uns herum für ein anstehendes Event auf. Das lockerte für mich die Atmosphäre schon mal. Die letzten Bedenken nahm mir Eva schon in den ersten Minuten des Shootings. Es machte großen Spaß und war außerdem so richtig lustig. In den Gesprächen fotografierte sie und ich bin sehr zufrieden mit den Fotos, auf denen ich mich wirklich sehe, mit allem, was ich rüberbringe. Mein Aha Moment hierbei war – und das sagte ich Eva auch – gute Fotos hängen von der Atmosphäre ab, die der Fotografierende erzeugt. Und das ist bei Eva super gewesen, denn auf ganz natürliche und sympathische Art brachte sie ihre Ideen mit meinen zusammen, testete aus und setzte gekonnt um.

Manuskript meines Generationenromas

Mindestens zwei Stunden des Tages waren im Juli für mein Manuskript reserviert. Bei den vielfältigen Projekten, mache ich mir tatsächlich eine Art Stundenplan, an dem ich mich zwar nicht immer halten kann, aber an dem ich mich orientiere. Zu meinen zwei historischen Teilen ist nun ein Gegenwartsstrang gekommen und ich arbeitete daran, diese Stränge zu verweben, bzw. den noch rohen Aufbau des neuesten Strangs zu schreiben. Und auch hier machte ich wieder die Erfahrung, dass Schreiben immer mit einem selbst zu tun hat. Obwohl ich so viel Erfahrung mit dem Schreiben haben, so staune ich dennoch immer wieder, woher all die Szenen, Figuren, Geschichten kommen, sobald ich den Stift aufs Papier setze. Wie es aber so ist, laufen Zweifel immer mit und ich fürchte manchmal, den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen. Doch ja, auch das gehört dazu. Umso dankbarer bin ich um meine Sparringpartnerin und Agentin, auf deren Feedback ich nun warte, nachdem ich ihr Zusammenfassungen der einzelnen Teile plus einem Stammbaum geschickt habe.

Schreibatelier und Körper/Yoga/Atem

Im Juli gab es jeweils vier Termine im Schreibatelier und zum Thema Körper/Yoga/Atem. Zu beidem fand sich jeweils ein kleiner feiner Kreis ein. In einem wunderschönen Raum, beschattet von einer alten Eiche und angenehm kühl, schrieben wir gemeinsam auf Impulse, lasen und gegenseitig vor und gaben Feedback auf das Gehörte. Die Teilnehmenden, die auf diese Art zum ersten Mal schrieben, waren begeistert, was alles aufs Papier fließen mag, wenn alle Vorgaben und Konzepte, wie ein Text aussehen soll, außen vor gelassen werden.

In meinem „Körperraum“ verbinde ich sanfte Aktivierung und arbeite mit Elementen aus Yoga und Tai Chi. Das Aha der Teilnehmenden war, dass langsam ausgeführte Übungen und das lange Halten von Positionen sehr kraftvoll und anstrengend sein können 🙂 Teil der Sessions sind immer Atemarbeit und Bewusstseinstraining für Körper, Geist und Seele. Den Abschluss der zweistündigen Einheit bildet ein Yoga Nidra (der sogn. yogische Schlaf), in dem ein Zustand tiefer Entspannung erreicht wird. Es kam schon vor, dass ich den ein oder anderen Teilnehmenden wecken musste 🙂

Sommer, See und Hitze

Hitze

Ich bin kein Sommertyp. Wirklich nicht. Im Frühsommer war ich mit meiner Schwester, ihren Enkeln und ihrem Mann auf einem Bauernhof. Die Kleinen, 2,5 Jahre alt, interessierten sich besonders für die Wollschweine, die eine installierte Dusche in ihrem Gehege hatten. Der Tierpfleger erklärte, dass die Hitze gar nichts für die Schweine sei. 23 Grad seien optimal, ansonsten muss man dafür sorgen, dass sie Schatten und Abkühlung finden. Ich fühlte sofort innige Verbundenheit!

Wald

Glücklicherweise lebe ich am Waldrand und frühmorgens oder abends ist es dort zumindest angenehm kühl. Bewusst nehme ich die sich verändernde Natur wahr, notiere mir die verschiedenen Pflanzen, die blühen, beobachte zum Beispiel Libellen, die typisch für den Hoch- und Spätsommer sind. Seit ich den Entschluss gefasst habe, einen Kalender zu entwerfen, gehe ich noch einmal aufmerksamer in die Natur und nehme die jahreszeitlichen Veränderungen deutlicher wahr.

See

So oft es möglich ist, fahre ich mit meinem Mann oder auch alleine an den See. Um wirklich ungestört zu sein, nehme ich den weiteren Weg zu einem Baggersee in Kauf, der teilweise im Naturschutzgebiet liegt, keinerlei Komfort im Sinne von Kiosk und Toiletten hat, aber der zauberhaft still ist und schön. Ein paar Stunden dort und ich fühle mich erholt. Manchmal kommen dort – wie auch im Wald beim Laufen- die besten Ideen, für meine Bücher, Texte, Kurse. Nur dort ist es mir aber auch möglich, einfach mal nur auf den See zu sehen, zu schwimmen, auf der sonnengewärmten Erde zu liegen und nichts zu tun. Eine große Übung derzeit für mich: Bewusst nichts zu denken. Klar, Gedanken sind immer da, doch sie dürfen in den Hintergrund treten und leiser werden. Die Erfahrung, dass ich nicht meine Gedanken bin, sondern sie eben nur denke, war ein großes Aha der letzten Monate.

Intensive Weiterbildung – Tantra Yoga – Nervensystem

Mehrere Jahre schon arbeite ich intensiv mit Nives Gobo – die zu Beginn des Jahres das Female chambers collective gegründet hat. Tiefer und immer tiefer tauche ich ein in die Praxis, die Teil meines Lebens geworden ist. Eins der wichtigsten Erkenntnisse ist: Nicht im außen sind Lösungen, nicht im Vergleich, erst recht nicht im Optimieren, sondern einzig in der Stille und in uns selbst. Dies ist auch mein Ansatz im Coaching. Ihre Arbeit hat mich immer wieder inspiriert und inspiriert mich weiterhin. Elemente der Meditation, des Yogas fließen in meine Arbeit mit ein. Das ist der „embodied“-Anteil meiner Arbeit. Denn bei allem, was wir tun, geht es darum, unseren Körper wieder bewohnen zu lernen.

Zudem beschäftigte ich mich erstmals intensiver mit dem Thema „Nervensystem“ bei Tanja Suppiger in den Lichttagen. Auch hier zahlreiche Ahas. Sie hat für mich Dinge benannt und klargemacht, die ich auf meine Art schon in mein Coaching teilweise mit einbinde. Ihr Ansatz ist neu, ansprechend und unglaublich bestärkend.

Was im Juli 2026 sonst noch los war

  • Fahrradtour am Neckar. Ohne meine Freundin Uli, wir kennen uns seit der Schulzeit, wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, doch ich bin froh: Es war eine superschöne Fahrradtour, vorwiegend im Schatten und immer den Fluss an der Seite. Wie immer, wenn man gemeinsam etwas unternimmt, entstehen neue Räume für tiefe Gespräche und Verbundenheit: Bei Uli und mir ist das seit über dreissig Jahren so. Selbst, wenn wir uns nur zweimal im Jahr sehen, können wir da weiterreden, wo wir aufgehört haben, über dieselben Sachen lachen und auch schon mal Tacheles reden.
  • Wanderung im Berner Oberwald/Lauterbrunnen: Besonders froh bin ich in den Bergen, in den richtig hohen Bergen: Auch dieses Jahr fuhr ich ins Berner Oberland, schwamm bei Interlaken im Thuner See, bevor ich mich nach Lauterbrunnen begeben habe zu meinem alljährlichen Solowandern, das ich unglaublich liebe. Zwar hatte ich defintiv zum Wandern nur einen Tag Zeit, aber es war eine super Wanderung. Der Ort ist im Juli von Touristen überlaufen. Doch da ich gerne aufsteige und keine Bahn/Gondel nehme, konnte ich die Ruhe beim Aufstieg genießen. Diesmal sogar knapp fünf Stunden – die mich ganz schön an meine physische Grenze brachten. Nach der Baumgrenze war Essig mit Schatten, so manche exponierte Stelle zwang mich, mich ganz auf meine Schritte zu konzentrieren. Alles in allem ist das Wandern eine einzige Meditation für mich. Eine Übung in Konzentration und darin, ganz im Augenblick und im Hier- und Jetzt zu sein.
  • Rundgang der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart. Megaglücklich bin ich über den Besuch beim Rundgang in der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Die Tochter einer guten Freundin studiert dort und stellte ihr Werk aus. Die verschiedenen Klassen und Kunstrichtungen waren in den einzelnen Räumen und Ateliers zu besichtigen. Ich war zutiefst beeindruckt über die Vielfalt, die Atmosphäre und die Inspiration die durch die Gebäude flirrten. Nächstes Jahr werden mein Mann und ich uns die drei Tage komplett freihalten und dort sein, denn wir haben an einem Nachmittag nur einen Bruchteil gesehen. Was mich am meisten beeindruckt hat waren die hoffnungsvollen jungen Menschen in all ihrer Vielfalt und mit so guten Ideen und reichem Potenzial. Auf diese Menschen kommt es an, man kann sie nur bestärken und ermutigen. Aufgefallen ist mir hier besonders: Der sehr freundliche und achtsame Umgangston zwischen den Studierenden und in der Kommunikaton allgemein.

Was ich im Juli 2026 gebloggt habe

Ausblick auf den August 2026

  • Familienurlaub in der Schweiz – kurz aber bestimmt sehr schön. Ein Teil meiner Familie lebt in der Schweiz und unsere schon erwachsenen Kinder reisen an, um alle zu sehen. Bis auf unsere Tochter, die derzeit in Australien ist.
  • Weiterarbeit an meinem Manuskript, das aber sehr ferienangepasst.
  • Planung der Urlaubswoche im September
  • Vier Stunden Kreative Schreibwerkstatt in Neckarsteinach für Jugendliche

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