Stefanie Seiler

2018: Das Jahr, das aus mir eine Autorin gemacht hat

Der Wunsch, Schreiben zu meinem Beruf zu machen, war schon seit meiner Jugendzeit da. Dann kamen die vielen „Aber“: Schließlich will man einen Beruf erlernen, mit dem man sein Leben bestreiten kann. Geschichten oder gar Romane schreiben, das kann und darf ein Hobby sein, zuerst brauchte ich aber eine solide Ausbildung, so meine Eltern. Also entschloss ich mich nach meinem Abi erst einmal Germanisitk zu studieren. Das hat natürlich viel mit Schreiben, noch mehr mit Lesen zu tun. Mit freiem, kreativen Schreiben dafür wenig.

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Genug Heimat

Für „Heimat“ bin ich zu spät geboren. Schon als Kind hatte ich das Gefühl, dass alles, was im Leben meiner Eltern und Geschwister Bedeutung hatte, schon vorbei war. Mir wurde davon in bunten Farben erzählt, so oft, dass ich glaubte, dabei gewesen zu sein. Doch das waren nur die gelbstichigen Fotos, auf denen ich zwar manchmal schon zu sehen war, aber zu klein für Erinnerungen.

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