Kurzgeschichten Serien

Meda Mildenberger 12

Meine Oma starb, da war ich dreiundzwanzig. Bei ihr bin ich aufgewachsen. An meine leibliche Eltern habe ich nur vage Erinnerungen. Hauptsächlich verbunden mit dem Dunst von Alkohol und Zigaretten. Ich sehe noch heute oft Omas Gesicht vor meinem, sehe jede einzelne Runzel in ihrem weichen, schlaffen Gesicht und denke

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Meda Mildenberger 11

Das Charlies ist meine Stammkneipe. Es ist eine Café Bar, wie man sie aus Italien kennt. Tagsüber Café, abends Bar. Charlie ist Italiener, wie man schon am Namen unschwer erkennt. Wir kennen uns seit zehn Jahren, solange lebe ich hier schon im Viertel. In einer langen, denkwürdigen Nacht mit einigen

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Meda Mildenberger 10

Ich werde verhalten herzlich aufgenommen. Mein Kumpel Leander würde sagen: „Diese Leute sind einfach anders sozialisiert.“ Die Unterhaltung startet schleppend. Immer wieder spüre ich die Blicke von Sabine auf mir. Wenn ich aufsehe, sieht sie schnell weg. Sowas habe ich seit meiner Schulzeit nicht mehr erlebt. Was ich beruflich mache?

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Meda Mildenberger 9

Ich stehe vorm Spiegel rum. Das Kleid ist okay und wenn ich mich anstrenge und nicht ständig grimmasiere, dann habe ich ein gutes Gesicht mit kaum sichtbaren Falten. Ich lächle, das zumindest gelingt schlecht. Das Kleid ist auf Figur geschnitten und endet kurz über den Knien. Für mich eine vorteilhafte

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Meda Mildenberger 8

Beschwingt steige ich die Treppe zu meiner Wohnung nach oben. Ich nehme zwei Stufenauf einmal und keuche etwas. Vor der Tür steht in einer großen Vase ein phantastisch bunter Spätsommer -Blumenstrauß. Die Tür nebenan geht auf und Frau Leutmann steht vor mir. „Ich hab mal die Blumen in eine Vase

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Meda Mildenberger 7

Ich habe keine Lust die Nachricht abzuhören. Vielleicht später, doch nicht jetzt. Ich schminke mich ab – im meinem Alter ist es unverzeihlich es zu vergessen – trinke einen halben Liter Wasser in der Küche und falle dann, ohnmachtsgleich  in meinem Bett in tiefen Schlaf.  Zwei Stunden später wache ich

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Meda Mildenberger 6

Ich rufe nicht an. Nachdem ich die Zigarette aufgeraucht hatte, erschien mir die Sache doch zu kitschig. Ehrlich: Blumen und Karte. Der Beginn von etwas Wunderbarem. „Das es das heute noch gibt … „, ich höre förmlich meine Mutter, sehe ihre erstaunte Begeisterung. Spätestens bei diesem Gedanken bin ich vollkommen

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Meda Mildenberger 5

Ich lese sie noch immer nicht. Aber ich freue mich darauf. Vor lauter Aufregung muss ich mir erstmal eine seltene Zigarette genehmigen und klettere umständlich auf die kleine Leiter, um ganz nach oben auf mein Bücherregal zu greifen. Ganz Suchti habe ich mir schwer erreichbare Verstecke angelegt, was an sich

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Meda Mildenberger 4

Am Nachmittag gehe ich nach meinem langweiligen, mich unterfordernden Bürojob shoppen. Den Job mache ich nur zum Schein. Einfach, um  mich normal zu fühlen und selbst daran glauben zu können. Zumindest ab und zu. Die Boutique meiner Wahl ist viel zu teuer. Meine Mutter sagte schon als ich 15 war,

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Meda Miltenberger 3

Ich genehmige mir ein Bad.  Als ich schon in der Badewanne liege und dem einlaufenden Wasser zuhöre, fällt mir wieder ein, dass ich dem Vermieter Bescheid sagen muss. Das Fenster ist undicht, es zieht. Zum einen heize ich im Winter aus dem Fenster, zum anderen ist es echt unangenehm. Die

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