Kurzgeschichten Serien

Meda Mildenberger 16

Als es beginnt zu graupeln und noch dazu Donner durch die Berge hallt, sinkt meine Laune. Ich laufe schneller. Jenseits der Baumgrenze ist schlecht unterstellen und ich bekomme kurz Panik. Was war nochmal zu tun bei Gewitter in den Bergen? Eine Mulde suchen und sich reinlegen? Ich sehe kaum drei

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Meda Mildenberger 15

Außer Frau Miglus, meiner Nachbarin, habe ich niemandem Bescheid gesagt. Sie gießt meine Pflanzen, wenn ich mal weg bin. „Ganz alleine?“, hatte sie mich gefragte. „Ganz alleine.“ „Ist das nicht gefährlich, so ganz alleine in den Bergen?“ So ganz alleine werde ich gar nicht sein in diesem Monat. Touristen aus

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Meda Mildenberger 14

Meda Mildenberger 14 Der Gedanke ist durchgeschlagen. Gekündigt habe ich zwar nicht, aber ich bin in den Bergen. Einfach so. Am nächsten Tag gefahren, ohne jemanden Bescheid zu sagen. Seit Monaten denke ich immer wieder daran. An den Ort, an dem ich meine Ferien als Kind verbrachte. Ich hatte ihn

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Meda Mildenberger 13

Ich verschlafe, wir verabschieden uns hektisch. Ich lasse ihn in meiner Wohnung zurück. Die Sekunden, bis ich ganz wach wurde, waren friedlich und verheißungsvoll. In keinster Weise peinlich. In Ordnung. Nachdenklich gehe ich die Treppe runter. Schon in der Nacht dachte ich, dass ich nichts Alkoholisches mehr trinken sollte. Zumindest

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Meda Mildenberger 12

Meine Oma starb, da war ich dreiundzwanzig. Bei ihr bin ich aufgewachsen. An meine leibliche Eltern habe ich nur vage Erinnerungen. Hauptsächlich verbunden mit dem Dunst von Alkohol und Zigaretten. Ich sehe noch heute oft Omas Gesicht vor meinem, sehe jede einzelne Runzel in ihrem weichen, schlaffen Gesicht und denke

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Meda Mildenberger 11

Das Charlies ist meine Stammkneipe. Es ist eine Café Bar, wie man sie aus Italien kennt. Tagsüber Café, abends Bar. Charlie ist Italiener, wie man schon am Namen unschwer erkennt. Wir kennen uns seit zehn Jahren, solange lebe ich hier schon im Viertel. In einer langen, denkwürdigen Nacht mit einigen

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Meda Mildenberger 10

Ich werde verhalten herzlich aufgenommen. Mein Kumpel Leander würde sagen: „Diese Leute sind einfach anders sozialisiert.“ Die Unterhaltung startet schleppend. Immer wieder spüre ich die Blicke von Sabine auf mir. Wenn ich aufsehe, sieht sie schnell weg. Sowas habe ich seit meiner Schulzeit nicht mehr erlebt. Was ich beruflich mache?

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Meda Mildenberger 9

Ich stehe vorm Spiegel rum. Das Kleid ist okay und wenn ich mich anstrenge und nicht ständig grimmasiere, dann habe ich ein gutes Gesicht mit kaum sichtbaren Falten. Ich lächle, das zumindest gelingt schlecht. Das Kleid ist auf Figur geschnitten und endet kurz über den Knien. Für mich eine vorteilhafte

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Meda Mildenberger 8

Beschwingt steige ich die Treppe zu meiner Wohnung nach oben. Ich nehme zwei Stufenauf einmal und keuche etwas. Vor der Tür steht in einer großen Vase ein phantastisch bunter Spätsommer -Blumenstrauß. Die Tür nebenan geht auf und Frau Leutmann steht vor mir. „Ich hab mal die Blumen in eine Vase

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Meda Mildenberger 7

Ich habe keine Lust die Nachricht abzuhören. Vielleicht später, doch nicht jetzt. Ich schminke mich ab – im meinem Alter ist es unverzeihlich es zu vergessen – trinke einen halben Liter Wasser in der Küche und falle dann, ohnmachtsgleich  in meinem Bett in tiefen Schlaf.  Zwei Stunden später wache ich

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